Wien für Fans des HSV

(Stand: März 2014)

 

„Rapid marschiert und der HSV wird paniert“
(Überschrift im Vereinsmuseum des SK Rapid zum 3:0-Heimsieg der Grün-Weißen gegen den HSV in der Europa League am 18.9.2009)

 

 

Hamburg-Wien
Entfernung (Luftlinie): 744,1 Kilometer
Entfernung Volksparkstadion – Ernst Happel Stadion (Auto): 1.130 Km/Fahrtzeit 10:44 Std (via Passau) bzw. 985 Km/10:09Std (via Prag)
Anreise per Bahn: 9:05 Std (direkt, 2x täglich)
Anreise per Flugzeug: 8x täglich direkt
HSV-Fanclubs in Wien: 1 (OFC Raute Döbling, www.rautedoebling.jimdo.com, Website derzeit nicht richtig aktuell)
Befriedigung norddeutscher kulinarischer Sehnsüchte in Wien: Wulfisch (www.wulfisch.at, Haidgasse 5, 2. Bezirk): Jever, Astra, Fritz Kola & Fischbrötchen — Hafenjunge (www.hafenjunge.at, Esterhazygasse 11, 6. Bezirk): Jever, Astra, Flens, Fritz Kola & Franzbrötchen
Bevorzugte Wohnadressen für HSV-Fans, die nach Wien ziehen wollen: Dörfelstraße (12. Bezirk), Hamburgerstraße (5. Bezirk), Riegermühle (23. Bezirk), Steingasse (3. Bezirk), Volkertstraße (2. Bezirk)
HSV’er in Wien: Egon Coordes, Ernst Hrubesch
„Wiener“ beim HSV: Johann „Buffy“ Ettmayer, Ernst Happel, Valdas Ivanauskas, Paul Scharner

 

Auf fünf Stationen geht's für HSV-Fans durch Wien, ©rossorobot/wikimedia/bundesligainwien.at

Auf fünf Stationen geht’s für HSV-Fans durch Wien, ©rossorobot/wikimedia/bundesligainwien.at

Der Hamburger SV hat neben dem FC Bayern die wohl emotionalste Beziehung aller deutschen Bundesligavereine zur österreichischen Hauptstadt. Und diese Geschichte ist eng mit einem Namen verbunden: Ernst Happel, Trainer der Hansestädter zwischen 1981 und 1987, zweifacher Meister (1982, 83), Pokalsieger (1987) und Landesmeistercupsieger (1983). Lange nachdem Happel auf dem Hernalser Friedhof beerdigt wurde, kamen mit Horst Hrubesch und Egon Coordes zwei weitere Trainer nach Wien, die zuvor beim HSV aktiv waren. Der eine war in Hamburg als Kopfballungeheuer erfolgreich, der andere als Trainer eher nicht so. Beiden gemeinsam war der sportliche Misserfolg bei Austria Wien. Der vorerst letzte Höhepunkt in der fußballerischen Beziehung zwischen Wien und Hamburg: Das Gastspiel des HSV während der Europa League Saison 2009/10.

 

Friedhof Hernals (1/Ernst Happel)– Café Ritter (2/Ernst Happel) – Rapideum (3) – Le Meridien (4/Europa League 2009) – Ernst Happel Stadion (5/EL 2009): Gesamtdauer der Tour: 3 Stunden (ohne Verweildauer)

 

Die HSV Wien Tour beginnt dort, wo Ernst Happel seine letzte Ruhe fand. Der Friedhof Hernals ist mit der Straßenbahnlinie 43 und der S-Bahn 45 (jeweils Haltestelle Hernals) und einem anschließenden kurzen Spaziergang durch die Gräffergasse erreichbar.

 

 

Station 1: Friedhof Hernals, Leopold-Kunschak Platz 7, 17. Bezirk

Grab Ernst Happels mit Kerze des HSV Supporters Clubs, ©bundesligainwien.at

Grab Ernst Happels mit Kerze des HSV Supporters Clubs, ©bundesligainwien.at

Als der Hernalser Friedhof 1872 eröffnet wurde, handelte es sich streng genommen um keinen Wiener Friedhof. Die Anlage befand sich, wie der Name schon sagt, in Hernals und somit in einem jener Vororte, die erst im Lauf der 1890er nach Wien eingemeindet wurden. Der Friedhof wurde „jenseits der Als, an einer sanften, früher von Weingärten bedeckten Anhöhe“ (Hernalser Friedhof) angelegt. Diese Höhenlage ermöglicht den Besuchern bis heute einen eindrucksvollen Blick über den Süden und Westen Wiens, vor allem im Winter, wenn die Bäume kein Laub tragen. Das Flüsschen Als verläuft längst unterirdisch, lediglich der Straßenname „Alszeile“ erinnert heute noch in dieser Gegend daran.
Betritt man das Gelände durch den Haupteingang, muss man sich schräg rechts den Hang hinauf halten, um in Gruppe 1 das Grab Ernst Happels mit der Nummer 238 zu finden. Einer der beiden Wege entlang der im neugotischen Stil errichteten Gruftarkaden, in denen unter anderem Bezirksprominenz beerdigt wurde, eignet sich besonders gut für den „Aufstieg“ zum Grab Ernst Happels. Dieser wurde am 26. November 1992 in einem Familiengrab beigesetzt. „Der Hernalser Friedhof ist schwarz von über 5.000 Menschen. Die ganze Fußballwelt ist gekommen, um sich von ihrem erfolgreichsten Trainer zu verabschieden“, notierte der Sportjournalist Heinz Prüller später in seinem Buch über den erfolgreichsten österreichischen Trainer aller Zeiten („Danke, Ernst!„, 1992). Für Wienerinnen und Wiener ist der Tag nicht nur aufgrund der Beerdigung Happels in Erinnerung geblieben, sondern auch weil in der folgenden Nacht die berühmten Redoutensäle der Hofburg in der Innenstadt brannten.
Wenige Stunden, bevor über der Hofburg die Flammen in die Nacht stießen, versammelten sich am Hernalser Friedhof die Spitzen des österreichischen Fußballs, um dem Wödmasta die letzte Ehre zu erweisen. Die Herkunft des Spitznamens Wödmasta erklärt der frühere Austria Wien-Star Ernst Ocwirk wiefolgt: „Einen zweiten Beinamen haben ihm die Journalisten gegeben; wenn er spielt, sieht er in seiner napoleonischen Feldherrnmanier auch wirklich wie ein Weltmeister aus.“ Diese Erklärung liefert Ocwirk in seiner bereits 1956 erschienenen Biografie (Weltbummel: Vom Ballschani zum Kapitän des Kontinent-Teams, OÖ Landesverlag). Eine andere Erklärung fußt auf dem Vizeweltmeistertitel, den Happel 1978 mit der niederländischen Mannschaft errang. Sein anderer Spitzname, Aschyl, stammte von einer Gastspielreise in die Türkei mit Rapid Wien. Die einheimischen Zuschauer bejubelten in Istanbul jede seiner Aktionen, niemand wusste warum. Erst am nächsten Tag, als im Kino ein ihm zum Verwechseln ähnelnder türkischer Schauspieler namens Aschyl gezeigt wurde, ging den Rapidlern ein Licht auf.
Neben Wegbegleitern aus den Niederlanden kamen zur Beerdigung auch Trauergäste aus Deutschland, darunter der damalige HSV-Präsident Jürgen Hunke, Ex-Manager Günter Netzer sowie Horst Hrubesch, der unter Happel in zwei Bundesliga-Spielzeiten 45 Tore für den HSV schoss.
Drei Stunden hatten die Wiener am 26. November Zeit, sich von ihrem Wödmasta zu verabschieden. Bis 11:30 Uhr nutzten laut Nachrichtenagentur Apa „Hunderte“ diese Möglichkeit. Es folgten mehrere Grabwachen und Ansprachen, darunter auch vom damaligen Bundeskanzler Franz Vranitzky. „Viel spricht man heute vom offenen, vom grenzenlosen Europa. Für Happel war Europa bereits grenzenlos, als noch kaum die Rede davon war“, erklärte Vranitzky in seiner Trauerrede.
Was nach der Beerdigung blieb, war ein Meer aus Blumenkränzen, darunter auch einer mit der Aufschrift „Trauert nicht, daß er gestorben ist, freut euch, daß er gelebt hat“ – hinterlassen von Ernst Happels Kartenfreunden aus dem Café Ritter.
Auf dem Hernalser Friedhof befinden sich auch die Gräber zweier weiterer österreichischer Fußballlegenden: Leopold Hofmann (Gruppe K, Nummer 101) und Erich Hof (Gruppe 16, Reihe 16, Nummer 13). Hofmann, Mitglied des legendären österreichischen Wunderteam-Kaders, wurde mit der Vienna 1931 und 1933 Meister und gewann 1931 den Mitropacup. Hof ist Rekordspieler des Wiener Sportclubs (224 Meisterschaftsspiele), wurde 1959 und 1963 Torschützenkönig und erreichte 1959 und 1960 das Viertelfinale im Europapokal der Landesmeister.

 

Der Friedhof Hernals ist mit 161.019 Quadratmetern und fast 21.900 Grabstellen der siebtgrößte Friedhof in Wien (zum Vergleich: der Friedhof in Hamburg Ohlsdorf umfasst 3,9 Mio Quadratmeter mit 235.000 Grabstellen). Öffnungszeiten: 3. November bis Ende Februar 8-17 Uhr, März sowie Oktober bis 2. November 7-18 Uhr, April bis September 7-19 Uhr, Donnerstags Mai bis August 7-20 Uhr  www.friedhoefewien.at

Das gibt es in der Nähe dieser Station außerdem zu sehen:

  • Verlässt man den Friedhof durch das Haupttor, ragt rechter Hand ein Flutlichtmast des Stadions des Wiener Sportklubs in den Himmel. Die Anlage ist das älteste noch bespielte Stadion Österreichs (Alszeile 19, 17. Bezirk). Die Fans des Sportklubs nennen ihre Fan-Kurve aufgrund der Nähe zum Hernalser Friedhof liebevoll Friedhofstribüne. Der Platz wurde 1904 in Betrieb genommen und strahlt heute, nachdem die besten Zeiten des Vereins schon ein paar Jahre zurückliegen, einen leicht morbiden Charme aus. Für Freunde des gepflegten unterklassigen Fußballsports ein lohnenswerter Abstecher. Informationen zum Spielplan des Wiener Sportklubs finden sich hier: www.wienersportklub.at
  • Kuffner Sternwarte (www.kuffner.ac.at, Johann-Staud-Straße 10, 16. Bezirk): Regelmäßig Führungen und Veranstaltungen, besonders empfehlenswert ist die Show „Grubers Universum“ mit Planetariumsdirektor und „Science Buster“ Norbert Gruber. (ca. 30 Min. Wegzeit, mit S45 bis Ottakring, dann mit 45B bis „An der Scheibenwiese“).

Kulinarik:

  • Ins Liebstöckl (Schultheßgasse 7, 17. Bezirk): Wiener Küche, Bier 0,3l (Stiegl, Murauer, Budweiser) 2,80 Euro, Schnitzel 8,10 Euro
  • Brandstetter (Hernalser Hauptstraße 134, 17. Bezirk): Wiener Küche, Bier 0,3l (Pilsner, Villacher, Kozel) 2,80 Euro, Schnitzel 8,20 Euro

 

→ Wir verlassen den Friedhof Hernals durch das Haupttor und folgen links der Richthausenstraße bis zur Lidlgasse, von dort fahren wir vier Haltestellen mit dem Autobus 10A (Fahrtrichtung Niederhofstraße) bis zur Haltestelle Ottakringer Str./Wattgasse. Beim Aussteigen weht uns – je nach Windrichtung – der Malzgeruch der Ottakringer Brauerei oder der Kakaogeruch der Manner-Schokoladefabrik um die Nase. Manchmal auch beide Gerüche zusammen. Von dort gehen wir eine Minute bis zum Café Ritter. Wegzeit: 15 Minuten.

 

 

Station 2: Café Ritter, Ottakringer Straße 117, 16. Bezirk

Café Ritter, ©bundesligainwien.at

Café Ritter, ©bundesligainwien.at

„Sein eigentliches Wohnzimmer ist das Jugendstil-Cafe Ritter in der Wiener Ottakringer Straße“, schreibt Heinz Prüller. Happel nutzte bereits während seiner aktiven Zeit bei Rapid Wien das Kaffeehaus als Ort der Erholung, was bei ihm meist gleichbedeutend mit einer Partie Kartenspielen war.
„Wennst anrufst, sag dein Codewort: Beethoven oder Schubert. Für meine deutschen Freunde gilt: Haydn oder Brahms. Sonst komm i net ans Telefon“, erinnert sich Prüller an das Prozedere zur Kontaktaufnahme. „Wenn Didi Constantini (späterer Co-Trainer der Nationalmannschaft unter Happel) anruft und Happel über die Kellnerin zurückfragen läßt ‚Ist es wichtig?‘, dann weiß er: Der Chef hat ein gutes Kartenblatt in der Hand, da stört er nur ungern.“
Gespielt wurde Schwarze Katze. „Wenn es nicht für ihn gelaufen ist, hat er gemurrt“, erinnert sich heute noch Herr Paul, der Ernst Happel in den 1950ern beim Training des SK Rapid kennenlernte und über Jahrzehnte hinweg im Hinterzimmer des Cafés mit ihm gespielt hat. Machte Happel während seinen Auslandsengagements Station in Wien, sei er jeden Tag ins Café Ritter zum Kartenspielen gegangen, vormittags und nachmittags. Abends sei er dann lieber im Casino gewesen, erinnert sich Paul. Beim Kartenspiel sei Happel, ebenso wie im Fußball, überaus korrekt und streng gewesen. „Wenn einer seiner Spieler gesagt hat, er will nicht auf einer bestimmten Position spielen, hat er gleich gehen können“, erzählt Paul. Es wurde zwar nur um ein paar Schilling gespielt, aber auch da sei Happel sehr korrekt gewesen. „Wenn man das Geld, das man ihm nach einer Partie schuldete, nicht dabei hatte, musste man es sich bei jemand anderem ausborgen, um ihn auszuzahlen.“
Keine rechte Freude hatte Happel damit, wenn das Café geschlossen war und er so um seine Kartenpartie gebracht wurde. Heinz Prüller einnert sich in seinem Buch „Danke, Ernst!“ daran, dass Happel im Sommer 1992 ganz irritiert gewesen sei, als das Café Ritter wegen Renovierung geschlossen war. Im Ersatz-Café „wollens mir andere Spielregeln für die Schwarze Katze einreden. Ich mache sie aufmerksam, sag ich, wir spielen auf meine Manier“, wird Happel zitiert.
Seit 1997 wird das Café Ritter von Peter Breimaier und seiner Familie betrieben, regelmäßig schauen Fans von jenen Vereinen vorbei, die unter Ernst Happel ihre größten sportlichen Erfolge feierten. Neben dem HSV waren das vor allem Feyenoord Rotterdam und Club Brügge. Als der Hamburger SV im September 2009 in der Europa League in Wien gegen Rapid antreten musste, besuchte eine Delegation der Hamburger das Café. Immer wieder kommen auch Fernsehteams und schreibende Journalisten aus Deutschland oder den Niederlanden, um sich ein Bild vom „eigentlichen Wohnzimmer“ Ernst Happels zu machen.

 

Das Café Ritter (nicht zu verwechseln mit dem Café Ritter in der Mariahilfer Straße) hat Montag bis Freitag von 7 bis 1 Uhr, Samstag, Sonn-. und Feiertag von 8 bis 0 Uhr geöffnet. Neben Kartenspielen zählen auch Schach und Billard zur Tradition des 1905 gegründeten Kaffeehauses. Kulinarisch verwöhnt das Café mit klassischer Wiener Kaffeehausküche, als besondere Schmankerln werden das „Ritter-Pfandl“ sowie „Oma`s Rindsgulasch im Topf“ geboten. Bier 0,3l (Gösser) 2,80 Euro , Schnitzel 8,80 Euro. www.cafe-ritter.at

Das gibt es in der Nähe dieser Station außerdem zu sehen:

  • Ottakringer Brauerei (www.ottakringerbrauerei.at, Ottakringer Platz 1, 16. Bezirk Wien, ca. 5 Min. zu Fuß) mit Veranstaltungen und Konzerten, Flohmärkten und Führungen für Gruppen ab zehn Personen
  • Manner-Fabrik (www.manner.com, Wilhelminenstraße 6, 17. Bezirk, ca. 15. Min. zu Fuß) mit Werksverkauf, Führungen werden leider nicht angeboten
  • Römisch-katholische Pfarrkirche „Zur Heiligen Familie“ (Familienplatz 8, 16. Bezirk), eine dreischiffige Kirche, erbaut in den 1890ern im neugotischen Stil. Die Grundsteinlegung erfolgte durch Kaiser Franz Josef I.
  • Fiakermuseum (Veronikagasse 12, 17. Bezirk, www.wien.info/de/orte/fiakermuseum, mit der Straßenbahnlinie 2 bis zur Haltestelle Neulerchenfelder Str./Brunnengasse, Wegzeit ca. 15 Minuten, geöffnet jeden ersten Mittwoch im Monat, 10-12 Uhr)

 

→ Vom Café Ritter gehen wir die Lambertgasse entlang und biegen rechts in die Thaliastraße ein, die wir bis zur S-Bahn-Haltestelle Ottakring hinaufgehen. Von dort fahren wir mit der S45 (Fahrtrichtung Hütteldorf) bis zur Endhaltestelle. Auf den letzten Metern fahren wir direkt an der Südtribüne des Gerhard Hanappi Stadions vorbei. Von der Endhaltestelle bis zu unserem nächsten Ziel sind es nur wenige Meter. Wegstrecke: 30 Minuten.

 

 

Station 3: Rapideum, Keisslergasse 6, 14. Bezirk

Eingang zum Rapideum mit Dionys Schönecker Denkmal, ©bundesligainwien.at

Eingang zum Rapideum mit Dionys Schönecker Denkmal, ©bundesligainwien.at

Seit 2011 lässt das Vereinsmuseum des SK Rapid Wien, das Rapideum, in Form von 450 Ausstellungsstücken, 130 Fotos und über drei Stunden Filmmaterial die Geschichte des Vereins lebendig werden. Zwar verfügt das Rapideum im Vergleich zum HSV-Museum in der Imtech-Arena nicht annähernd über eine ähnlich große Ausstellungsfläche, doch weiß das Museum mit zahlreichen ausklappbaren Infotafeln, multimedialen Inhalten und ansehnlichen Ausstellungsstücken zu punkten. So findet sich eine Original Fan-Kutte, wienerisch Fan-Dackn, auf der unter anderem auch die HSV-Fanclubs „Mighty Mouse“, „Lindenberg“ und „Rothenbaum“ mit Stickern verewigt wurden. Des weiteren die Kapitänsbinde von Steffen Hofmann, mit der er Rapid 2009/10 zum Sieg gegen den HSV geführt hat. Betrachtet werden kann ein Auszug aus dem Rapid-Vereinskassenbuch aus dem Jahr 1962, auf dem unter anderem ein Darlehen über 20.000 Schilling für Ernst Happels neues Auto vermerkt ist. Und natürlich darf ein eigener Schaukasten mit Ernst Happel-Erinnerungsstücken nicht fehlen. In diesem bekommt man Ernst Happels Spielerpass aus dem Jahr 1952, eine Lohnabrechnung Happels aus seiner Zeit in Frankreich sowie eines seiner Rapid-Trikots aus den 1950ern zu sehen. Weiteres Highlight der Ausstellung für HSV-Fans: Ein Video zum Freundschaftsspiel aus dem Jahr 1951, das der HSV nach 4:1-Führung noch mit 5:6 gegen Rapid verlor .
Happel prägte als Spieler die Defensive des SK Rapid in den 1950ern, führte die Position des Libero ein und propagierte als erster Abwehrchef im österreichischen Fußball die Abseitsfalle. Insgesamt holte Aschyl mit den Grün-Weißen sechs Meistertitel und einen Cupsieg. 1954 wird er mit der österreichischen Nationalmannschaft bei der WM in der Schweiz Dritter. Was heute eine Sensation wäre, war für die damalige österreichische Öffentlichkeit eine Enttäuschung, da man sich insbesondere vor dem Halbfinale gegen den späteren Weltmeister aus Deutschland als klarer Favorit sah.
In 257 Pflichtspielen für Rapid erzielte der Abwehrspieler, der seinem Club großteils treu blieb und lediglich zwischen 1953 und 1956 für Racing Paris spielte, stolze dreißig Tore, darunter 1956 einen Hattrick gegen Real Madrid. Für Fans der HSV-Abwehrlegenden Carsten Kober (223/1) oder Stefan Schnoor (131/8) eine himmlische Torquote. Lediglich Manfred Kaltz schnitt mit seinen 76 Toren in 568 Spielen einen Hauch besser ab. Bevor Happel 1962 seine Trainerkarriere im Ausland bei ADO Den Haag startete, holte er als Sektionsleiter mit Rapid 1960 die Meisterschaft und 1961 den Cupsieg.

 

Das Rapideum ist zwischen Donnerstag und Samstag von 14 bis 19 Uhr sowie an Heimspieltagen ab 10 Uhr (bei Abendspielen ab 14 Uhr) geöffnet. Jeden Freitag werden um 17 und 18 Uhr Führungen angeboten. Eintritt: 6  Euro, Kinder 3  Euro. Website: www.skrapid.at

Das gibt es in der Nähe dieser Station außerdem zu sehen:

  • Otto Wagner Kirche am Steinhof (www.wienkav.at – Spitäler/Baumgartner Höhe, Baumgartner Höhe 1, mit S45 und Bus 48A ca. 30Min Wegzeit)
  • Ernst Fuchs Museum (www.ernstfuchs-zentrum.com, Hüttelbergstraße 26, mit Bus 52b ca. 20 Min Wegzeit)
  • Lainzer Tiergarten mit Hermesvilla via Nikolaitor (www.lainzer-tiergarten.at, Ecke Nikolausgasse/Himmelhofgasse, zu Fuß ca. 15Min)

Kulinarik:

  • Stag’s Head (Keißlergasse 1, 14. Bezirk): Irish Pub, Bier 0,25l (Stag’s Draft, Ottakringer, Irische Biere) 2,30-2,80 Euro, Schnitzel 8,90 Euro

 

→ Vom Gerhard Hanappi Stadion geht es zurück zum Bahnhof Hütteldorf und dort zur U-Bahnlinie 4, mit der wir bis zum Karlsplatz fahren. Wir nehmen den Ausgang Karlsplatz bzw. Elisabethstraße und gehen geradeaus zum Opernring. Dort biegen wir links ein und gehen gegenüber der Staatsoper bis zum Hotel Le Meridien. Wegstrecke: 30 Minuten.

 
Station 4: Hotel Le Meridien, Opernring 13, 1. Bezirk

Spuren der Kollision zwischen HSV-Bus und Poller. Der Poller blieb Sieger. ©bundesligainwien.at

Spuren der Kollision zwischen HSV-Bus und Poller. Der Poller blieb Sieger. ©bundesligainwien.at

Einer der wenigen Plätze in Wien, der zwar mit dem Hamburger SV, nicht jedoch mit Ernst Happel in Verbindung steht, ist das Ringstraßenhotel „Le Meridien“. Hier stieg der HSV im September 2009 vor seinem Europa League Gruppenspiel gegen den SK Rapid ab.
Der Hamburger SV kam damals als Bundesliga-Tabellenführer mit entsprechend breiter Brust nach Wien. Zum ersten Mal in der Geschichte beider Vereine stand ein Pflichtspiel gegen Rapid auf dem Programm. Zuvor trafen beide Mannschaften lediglich in sechs Freundschaftsspielen aufeinander, in keinem dieser Spiele konnte der HSV gegen Rapid gewinnen. Am 17. August 1941 fertigte der SK Rapid den damals amtierenden deutschen Meister mit 6:1 ab, Club-Legende Franz Bimbo Binder (den Spitznamen erhielt Binder während eines Kino-Besuchs im Rahmen einer Nordafrika-Tournee. Der schwarzafrikanische Hauptdarsteller ähnelte Binder und seinem Laufstil) erzielte dabei vier Tore. 1951 gewann Rapid im Rahmen eines Turniers in Wien mit 6:5. Tags zuvor gewann der HSV gegen Wacker Wien mit 4:2. 1975 gewann Rapid ein Freundschaftsspiel in Kiel mit 1:0, vier Jahre später trat Rapid im Hanappi Stadion gegen den amtierenden deutschen Meister an. Hrubesch brachte den HSV zwar in Führung, am Ende hieß es jedoch 1:1. 1991 kam es zum vorerst letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams, Rapid entschied dieses Duell im Rahmen des „Bodensee-Cups“ mit 2:1 für sich. Rapid konnte also eine makellose Bilanz aufweisen, als sich der HSV zum Europa League Gruppenspiel in Wien einfand.
Trotz der bis dato guten Bundesligasaison stieg Hamburgs Trainer Bruno Labbadia, der unter anderem auf die verletzten Paulo Guerrero und Marcell Jansen verzichten musste, im Vorfeld auf die Euphoriebremse. Rapid habe große Qualitäten und sei eine spielstarke Mannschaft, die sehr kompakt auftrete. Bei Rapid, das in der EL-Qualifikation mit Aston Villa immerhin ein Team aus der englischen Premier League ausschaltete, nahm man den Gegner aus Norddeutschland zwar nicht auf die leichte Schulter. Dennoch stellte Kapitän Steffen Hofmann gegenüber der Nachrichtenagentur Apa klar, „dass wir die Qualität haben, alle unsere Gruppengegner zu ärgern und wir sollten uns nicht kleiner machen, als wir sind“.
Kleiner gemacht hätte im September 2009 wohl auch gern Busfahrer Miro Zadach den blau-weißen Mannschaftsbus des HSV. Denn in der Zufahrt zum Hotel Meridien hatte Zadach seine liebe Mühe, den Bus heil um die Kurve zu bekommen. Davon zeugen noch heute blau-weiße Lackspuren am (vom Hotel aus gesehen links) vorletzten Begrenzungspoller am Rande der Nebenfahrbahn. Die verunglückte Rangieraktion ließ die anwesenden HSV-Fans sowie die Bild-Zeitung frohlocken: „Der HSV lässt es in Wien krachen“, lautete die Schlagzeile. „Die Einfahrt zum Hotel war so eng, da musste ich den Kotflügel in Kauf nehmen“, wurde Zadach zitiert.

 

Das gibt es in der Nähe dieser Station außerdem zu sehen:

  • Museumsquartier (www.mqw.at, Museumsplatz 1, 10 Min) mit zahlreichen Museen und Cafés sowie saisonalem Freiluftangebot
  • Mariahilfer Straße (Österreichs längste Einkaufsmeile, seit 2013 teilweise Fußgängerzone, 5 Min)
  • Hofburg (www.hofburg-wien.at, Michaelerkuppel/Heldenplatz, 10 Min) mit Sisi Museum, Kaiserapartements, Nationalbibiliothek, Spanischer Hofreitschule, Weltmuseum)
  • Staatsoper (www.wiener-staatsoper.at, Opernring 2, 5 Min), neben Vorstellungen auch Führungen.

Kulinarik:

  • Crossfield’s Pub (Maysedergasse 5, 1. Bezirk, www.crossfield.at): Australian Pub, Bier 0,3l (Australisches Bier, Ottakringer) 2,40-2,60 Euro, Diverse Burger 12-15,90 Euro
  • Würstelstand am Albertinaplatz (Augustinerstr. 1, 1. Bezirk, www.bitzinger.at): Bier 0,3l (Opernbräu) 2,30 Euro, Käsekrainer mit Brot und Senf 3,80 Euro
  • Palmenhaus (Burggarten 1, 1. Bezirk, www.palmenhaus.at): Wiener Küche, Bier 0,3l (Ottakringer, Schremser): 3,50 Euro, Schnitzel 18,20 Euro

→ Über den Robert Stolz Platz, vorbei am Schillerdenkmal, biegen wir in die Elisabethstraße und gehen zurück zur U-Bahn Haltestelle Karlsplatz. In Fahrtrichtung Seestadt/Aspernstraße fahren wir mit der Linie U2 bis zur Haltestelle Stadion.

 

 

Station 5: Ernst Happel Stadion, Meiereistraße 7, 2. Bezirk

Erinnerungstafel am Ernst Happel Stadion, ©bundesligainwien.at

Erinnerungstafel am Ernst Happel Stadion, ©bundesligainwien.at

Im Vorfeld des besagten Europa League-Spiels in der Saison 2009/10 kam es zu einer gemeinsamen Kranzniederlegung am Grab Ernst Happels von Vertretern des HSV und Rapid Wiens. Für den HSV nahmen daran Club-Manager Bernd Wehmeyer, Vorstand Oliver Scheel sowie der mittlerweile verstorbene Masseur Hermann Rieger teil. Happel „würde ganz sicher Rapid die Daumen drücken“, gab sich Peter Pacult, damaliger Trainer der Grün-Weißen, bei dieser Gelegenheit überzeugt.
Sollte tatsächlich eine höhere Instanz im Sinne der Heimmannschaft seine Finger (und Daumen) im Spiel gehabt haben, hat  es seine Wirkung nicht verfehlt: Vor 50.000 Zuschauern im restlos ausverkauften Ernst Happel Stadion ging Rapid in der 35. Minute durch Steffen Hofmann in Führung. Nikica Jelavic erhöhte auf 2:0 und Christopher Drazan schoss schließlich kurz nach Beginn der Rapid-Viertelstunde, in der die Fans traditionell die letzten fünfzehn Minuten des Spiels einklatschen, das Tor zum 3:0-Endstand. „Als die Fans die berühmt-berüchtigte Rapid-Viertelstunde einläuteten, war es um den Hamburger SV geschehen“, sollte der Express später schreiben. Lediglich Petric und Ze Roberto schienen an diesem Abend etwas ähnliches wie Torgefahr auszustrahlen, beide scheiterten jedoch mit ihren wenigen Chancen.
In Österreich war anschließend von einem Traumstart für Rapid und einer Blamage für den HSV die Rede, Bruno Labbadia musste eingestehen, dass die „Gruppe doch schwerer als angenommen“ zu sein schien. „Nach Spielschluss schleichen die HSV-Würstchen mit hängenden Köpfen vom Platz. Kaum zu glauben, dass dies der Bundesliga-Tabellenführer gewesen sein soll“, formuliert die Bild wenig schmeichelhaft. Die Nachrichtenagentur Apa brachte die Hamburger Leistung auf den Punkt: „Die Abwehr ein Torso, das Mittelfeld ohne Kreativität, der Sturm ein Lüftchen.“ Das Spiel müsse man erstmal verdauen, wurde Aufsichtsratschef Horst Becker zitiert.
Peter Pacult schien Recht behalten zu haben, Ernst Happel hat an diesem Abend wohl zu seinen Grün-Weißen gehalten und so die Dinge in die für Rapid richtigen Bahnen gelenkt. Unterm Strich drückte er aber wohl dann doch den Rothosen aus Hamburg für die Europa League die Daumen. Der HSV gewann das Rückspiel Anfang Dezember in Hamburg souverän mit 2:0 und stieg am Ende als Tabellenzweiter hinter Hapoel Tel Aviv in die K.O.-Phase der Europa League auf. Rapid verpasste die Qualifikation als Vierter der Gruppe deutlich, trotzdem blieb diese Europacup-Saison dank des Sieges über den „großen“ HSV im kollektiven Gedächtnis der Rapid-Fans verankert. Für den HSV war die Auftaktniederlage im Wiener Happel Stadion auf der anderen Seite kein schlechtes Omen, das Team schaffte es mit Siegen gegen den PSV Eindhoven, den RSC Anderlecht und Standard Lüttich immerhin bis ins Halbfinale, wo man unter Übergangstrainer Ricardo Moniz gegen Fulham knapp den Kürzeren zog und somit das Finale im eigenen Stadion verpasste.
Am Ernst Happel Stadion erinnert eine Gedenktafel an die Erfolge der Trainerlegende. Das Stadion wurde am 14. November 1992, nur wenige Tage nach seinem Tod, offiziell von Praterstadion in Ernst Happel Stadion umbenannt. Als traditionelles Nationalstadion erlebte die 1931 errichtete Arena zahlreiche Länderspiele der österreichischen Nationalmannschaft. Zur Geschichte des Stadions gehören aber auch dunkle Momente, denn zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden im Inneren des Stadions Menschen jüdischen Glaubens bis zu ihrer Deportation in das Konzentrationslager Buchenwald festgehalten. Durch Bombentreffer im Krieg teilweise zerstört, wurde das Stadion anschließend wieder aufgebaut und vergrößert. Seine Rekordzuschauerzahl erlebte das Stadion 1960 im Rahmen eines Länderspiels gegen Spanien. 90.726 Menschen sahen den 3:0-Erfolg der Heimmannschaft. Mitte der 1980er wurde die Arena überdacht, ein erneuter Umbau erfolgte anlässlich der in Österreich und der Schweiz ausgetragenen Europameisterschaft 2008. Neben dem EM-Finale zwischen Deutschland und Spanien (0:1) war das Ernst Happel Stadion auch Schauplatz zahlreicher Europacup-Begegnungen, darunter dem Landesmeisterfinale 1987 zwischen dem FC Bayern München und dem FC Porto (1:2) sowie dem Finale der Champions League 1995 zwischen Ajax Amsterdam und dem AC Milan (1:0). Stadion-Führungen werden leider nicht angeboten.

 

Das gibt es hier außerdem zu sehen:

  • Prater mit Parkanlagen und Fahrgeschäften sowie Restaurants (z.B. das Schweizerhaus, www.schweizerhaus.at)
  • SC Hakoah Leopold Böhm Museum zur Geschichte des jüdischen Sportvereins SC Hakoah, der zu seiner Zeit der weltgrößte Allround Sportverein war und 1938 von den Nationalsozialisten verboten wurde (Simon-Wiesenthal-Gasse 3, Öffnungszeiten Mo-Fr 8 – 22:30 Uhr, Sa/So/Feiertag 9 bis 21 Uhr, Eintritt kostenlos, 15 Min, www.hakoah.at).

Dazu passend auf Youtube gefunden: Zusammenfassung der drei Rapid-Tore 

 

 

Weitere Orte in Wien mit Bezug zum HSV:

  • Karlsplatz, 1. Bezirk: In der Karlskirche hat Ernst Happel am 14. Juni 1952 im Beisein von 3.000 Fans geheiratet.
  • Kärntner Ring, 1. Bezirk: Am Hl. Abend ging Ernst Happel mit seinen Enkeln Nina und Philipp ins Café Schwarzenberg „und dann auf den Christkindlmarkt, bevor zu Hause das Christkind kommt.“
  • Kreuzung Franzensgasse/Grüngasse, 5. Bezirk: Hier wurde der „bekannte Rapid-Internationale“ am 31. März 1957 in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt. Happel stieß mit dem 21-jährigen „Hilfsarbeiter“ Alfred Kuderek zusammen, der Mopedfahrer wurde mit einer „schweren Gehirnerschütterung und anderen Verletzungen“ ins Krankenhaus eingeliefert. Über Verletzungen Happels verrät die Agenturmeldung der Apa nichts. Zu einem weiteren Unfall kam es sieben Jahre später, am 29. Juni 1964. Happel fuhr auf dem „für Kraftfahrzeuge gesperrten Herschweg“ (14. Bezirk), als plötzlich ein 39-jähriger Invalidenrentner „auf Happels Kühlerhaube sprang, wo er sitzen blieb. Als Happel den Mann herunterziehen wollte, wurde er von diesem mit einem Messer bedroht, daraufhin schlug der Fußballer den Rentner zu Boden. Der „polizeibekannte Psychopath wurde anschließend in eine psychiatrische Klinik überstellt, Happel auf freiem Fuß angezeigt.“
  • Neubaugasse 9, 7. Bezirk: Ehemals von Ernst und Elfriede Happel am 9. Dezember 1958 eröffnetes Lebensmittelgeschäft.
  • Thurngasse 4, 9. Bezirk: Ehemals Wirtshaus „Salzburger Hof“, Besitzer war Vater von Ernst Happel
  • Huglgasse 3, 15. Bezirk: Ehemals Wohnung von Happels Großmutter, in der er ab dem 4. Lebensjahr aufwuchs
  • Hopfengasse 8, 21. Bezirk: Früherer Sportplatz von Admira Wien, die den HSV am 4. Juni 1939 im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft mit 4:1 besiegte.

 

 

 

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